Recht auf Bildung

"Bildung ist Menschenrecht!" - unter diesem Motto stand die Abschlusstagung unseres Projektes veris.

Die wichtigsten Inhalte hier  

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Druckfrisch

Wie können Kommunen den Arbeitsmarkt positiv für Migrantinnen und Migranten gestalten? Antworten auf diese Frage gab es auf unserer Tagung Recht auf Arbeit. Die Dokumenation ist soeben erschienen. 

Kostenlose Bestellung und Downloadmöglichkeit gibt es hier

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Schuhe aus!

Wie reagiert ein Helfer, wenn er erst die Schuhe ausziehen soll, bevor er jemanden rettet? Was, wenn der Rettungsdienst kommen soll, der aber den Anrufer nicht versteht?

Interkulturelle Öffnung ist für den Rettungsdienst ein Thema!

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Einwanderung ist die Zukunft

In Waldkirch nördlich von Freiburg leben 21.000 Menschen.Jeder zehnte hat keinen deutschen Pass, jeder fünfte einen Migrationshintergrund. Grund genug sich interkulturell aufzustellen.

Wie? Hier mehr!

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Interessante Ansätze entwickelt

92 verschiedene Nationalitäten leben der Stadt Waldkirch, die idyllisch im Schwarzwald gelegen ist. Grund genug für die Stadtverwaltung, sich mit dem Thema interkulturelle Kompetenz zu beschäftigen. Auf einem Fachgespräch im Rahmen unseres Projektes veris tauschten sich Interessierte über die Möglichkeiten der interkulturellen Öffnung aus.

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Interkulturelle Kommunikation

Wie kann Kommunikation von Verwaltungen interkulturell offen gestaltet werden? Dieser Frage gehen wir in unserer Handreichung nach

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Interkulturelle Öffnung der Verwaltung: Kommentar von Bertram Hilgen, Oberbürgermeister der Stadt Kassel

01.02.2013

Kommentar von Bertram Hilgen
Oberbürgermeister der Stadt Kassel

Die nordhessische Metropole Kassel zählt mit zu den wirtschaftlich dynamischsten Großstädten Deutschlands. Im documenta-Sommer 2012 war Kassel erneut Anziehungspunkt für eine Vielzahl von Kunstinteressierten aus aller Welt. Aber nicht nur die Besucherinnen und Besucher Kassels sind von Vielfalt geprägt, sondern auch die Einwohnerinnen und Einwohner, von denen rund ein Drittel über einen Migrationshintergrund verfügt.

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Einwohnerinnen und Einwohner Kassels am gesellschaftlichen Leben ist für mich ein zentrales Anliegen. Politik und Verwaltung und alle stadtgesellschaftlichen Gruppen müssen dabei jedoch an einem Strang ziehen. Eine wichtige Grundlage für die Erreichung dieses Ziels wurde am 25. Juni 2012 von der Stadtverordnetenversammlung geschaffen. Das in einem intensiven Beteiligungsprozess erarbeitete Kasseler Integrationskonzept mit dem Titel „Alle gehören dazu! Kassel ist bunt und lebt Vielfalt in allen Generationen“ wurde an diesem Tag einstimmig verabschiedet.

Bertram Hilgen

Um für alle Vorbild zu sein, hat die Stadtverwaltung Kassel im gleichen Monat mit dem Ausbau der Interkulturellen Öffnung der Verwaltung begonnen. Dadurch soll sich im Grunde immer mehr die Vielfalt unserer Stadt auch innerhalb der Verwaltung widerspiegeln. Aufbauend auf bereits erfolgreiche Bausteine der Personalentwicklung wird in Zusammenarbeit mit dem DGB Bildungswerk Bund in dem Projekt „veris“ (Verwaltungen interkulturell stärken – Vielfalt nutzen) die interkulturelle Kompetenz der Belegschaft der Stadtverwaltung ausgebaut. Gleichzeitig soll bei allen Stellenausschreibungen der Zusatz aufgenommen werden, dass die Stadtverwaltung Kassel offen ist für Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund. Außerdem wird „Interkulturelle Kompetenz“ als zusätzliche Schlüsselqualifikation in die Stellenanforderungsprofile aufgenommen. Den Nutzen dieser Maßnahmen sehe ich mit Blick auf eine moderne und zeitgemäße Verwaltungsführung auf zwei Ebenen:

Zum einen bin ich davon überzeugt, dass eine hinsichtlich Alter, Geschlecht und Herkunft heterogene Belegschaft die kollegiale Zusammenarbeit sowie die Kreativität fördert. Zudem vermittelt interkulturelle Kompetenz den Mitarbeitenden sowohl Sicherheit im Umgang mit ihren zugewanderten Kolleginnen und Kollegen als auch mit den zugewanderten Einwohnerinnen und Einwohnern, die ins Rathaus kommen. Langfristig wird dies nicht nur zu einem Entlastungseffekt der Belegschaft führen, sondern auch zur Verbesserung von Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit beitragen.

Der zweite wichtige Aspekt liegt aus meiner Sicht in der Verbesserung der Außenwirkung der Stadtverwaltung. Den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen wird der Zugang zu Angeboten und Dienstleistungen der Stadtverwaltung erleichtert. Die Servicequalität wird erhöht.

Nicht zuletzt lässt sich damit eine verbesserte Repräsentanz von Menschen mit Migrationshintergrund, ihrer Interessen und Sprachen in der Verwaltung gewährleisten. Denn den Stadtfrieden erhalten heißt, die Teilhabe aller ermöglichen und sich respektvoll begegnen.

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration Februar 2013" entnommen.