Wichtige Rolle bei der Interkulturellen Öffnung übernehmen

13.02.2014

Bei einem Fachgespräch im Rahmen des XENOS-Projektes Veris (Verwaltungen interkulturell öffnen) diskutierten in der baden-württembergischen Stadt Waldkirch am 10.02.2014 VertreterInnen von öffentlichen Verwaltungen mit Vereins-, Verbands- und Gewerkschaftsverantwortlichen über die Interkulturelle Öffnung.

Kulturelle Vielfalt und Migration als wichtige Gegenwarts- und Zukunftsthemen aktiv anzunehmen war eine zentrale Botschaft der Begrüßungsrede des Oberbürgermeisters der Stadt Waldkirch, Richard Leibinger. Deutlich wurde die Relevanz des Themas auch in den Beiträgen der Projektverantwortlichen Regine Gudat (Stadt Waldkirch) und Daniel Weber (DGB Bildungswerk Bund). Diese betonten, dass es neben dem wichtigen Grundsatz der gleichberechtigten Teilhabe und der Gestaltung des guten Zusammenlebens in einer Kommune auch wirtschaftliche Gründe für die aktive Beschäftigung mit dem Themenfeld gibt: den demografischen Wandel und den zukünftigen Arbeitskräftebedarf.

Gudrun Kirchhoff von der Schader-Stiftung stellte diesen Aspekt plastisch dar: Viele Kommunen, vor allem kleinere und mittlere in ländlicheren Regionen, haben mit Abwanderung zu kämpfen. Sie betonte, wie wichtig es ist alle zivilgesellschaftlichen Akteure in die Interkulturelle Öffnung einer Kommune einzubinden. Die Beteiligungsverfahren seien, so die Ergebnisse ihrer Forschung, aber noch unzureichend.

Dies war der Ausgangspunkt für die Diskussionsrunden mit und zwischen den bunt-gemischten Akteuren am Tisch: Wie können Verwaltungen gemeinsam mit Vereinen, Verbänden und Gewerkschaften das Zusammenleben unter interkulturellen Gesichtspunkten gestalten? Welche Möglichkeiten der Beteiligung gibt es und welche Möglichkeiten haben diese Organisationen selbst, sich interkulturell zu öffnen? Die anwesenden VereinsvertreterInnen, vor allem aus Waldkirch, waren dabei sehr offen neue Ideen für die Interkulturelle Öffnung zu entwickeln und umzusetzen. So waren sie vor allem daran interessiert, wie mehr Menschen mit Migrationshintergrund aktiv in das Vereinsleben integriert werden können und wie Verwaltung dabei unterstützen kann.

Was aus den vielen Ideen – Kulturwoche, Unterstützung bei Vereinsgründungen, Patenprogramme und mehr – konkret umgesetzt werden kann, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Das Projekt Veris kann und wird die Stadt Waldkirch und anderen Kommunen noch bis Ende diesen Jahres dabei unterstützen, dass zumindest ein Teil davon Realität wird.

 

 Daniel Weber auf dem Fachgespräch in Waldkirch, 10.02.2014

 

Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Stadt Waldkirch, Richard Leibinger

 

Interessante Gespräche im schönen Ambiente des Elztalmuseums im Gewölbesaal inmitten der großen Jahrmarktorgeln

 

Fotos: Hubert Bleyer