Recht auf Bildung

"Bildung ist Menschenrecht!" - unter diesem Motto stand die Abschlusstagung unseres Projektes veris.

Die wichtigsten Inhalte hier  

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Druckfrisch

Wie können Kommunen den Arbeitsmarkt positiv für Migrantinnen und Migranten gestalten? Antworten auf diese Frage gab es auf unserer Tagung Recht auf Arbeit. Die Dokumenation ist soeben erschienen. 

Kostenlose Bestellung und Downloadmöglichkeit gibt es hier

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Schuhe aus!

Wie reagiert ein Helfer, wenn er erst die Schuhe ausziehen soll, bevor er jemanden rettet? Was, wenn der Rettungsdienst kommen soll, der aber den Anrufer nicht versteht?

Interkulturelle Öffnung ist für den Rettungsdienst ein Thema!

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Einwanderung ist die Zukunft

In Waldkirch nördlich von Freiburg leben 21.000 Menschen.Jeder zehnte hat keinen deutschen Pass, jeder fünfte einen Migrationshintergrund. Grund genug sich interkulturell aufzustellen.

Wie? Hier mehr!

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Interessante Ansätze entwickelt

92 verschiedene Nationalitäten leben der Stadt Waldkirch, die idyllisch im Schwarzwald gelegen ist. Grund genug für die Stadtverwaltung, sich mit dem Thema interkulturelle Kompetenz zu beschäftigen. Auf einem Fachgespräch im Rahmen unseres Projektes veris tauschten sich Interessierte über die Möglichkeiten der interkulturellen Öffnung aus.

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Interkulturelle Kommunikation

Wie kann Kommunikation von Verwaltungen interkulturell offen gestaltet werden? Dieser Frage gehen wir in unserer Handreichung nach

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Neue Töne auf dem Amt: „veris“-Projekt zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung

01.08.2014

21.000 Menschen leben in Waldkirch im Breisgau, nördlich von Freiburg. Jeder zehnte hat keinen deutschen Pass, jeder fünfte einen Migrationshintergrund. Dabei wird es nicht bleiben. „Einwanderung ist die Zukunft“, sagt Waldkirchs Integrationsbeauftragte Renate Gudat.

„Als Gemeinde müssen wir uns dem Thema stellen.“ Wie integriert man die einwandernden Familien aus Portugal, Italien, Spanien oder Polen in Vereine und Schulen, wie beteiligt man sie an politischen Entscheidungen, wie gibt man ihnen das Gefühl, ihre Anwesenheit werde geschätzt?

Lange habe das Thema für die Verwaltung „nicht im Mittelpunkt gestanden“, sagt Gudat. Ein „Glücksgriff“, sei es da gewesen, dass Waldkirch als eine von drei Gebietskörperschaften in das veris (Verwaltungen interkulturell stärken)-Projekt des DGB Bildungswerks eingestiegen sei. Das 2012 gestartete und bis Ende 2014 angelegte Projekt unterstützt eine Kleinstadt (Waldkirch), einen Landkreis (Lippe/NRW) und Kassel als Großstadt dabei, ihre Verwaltung so zu entwickeln, dass ein möglichst produktiver Umgang mit Vielfalt gefunden wird. Ab Mitte Februar 2014 werden zudem elf Verwaltungsmitarbeiter zur „Fachkraft für kulturelle Vielfalt“ ausgebildet.

Bis Juni 2014 führten die veris-TrainerInnen über 160 Fortbildungsveranstaltungen mit über 800 TeilnehmerInnen durch – Beschäftigte des Ordnungs- , Sozial-, Jugend- oder Gesundheitsamts, von Feuerwehr und Standesamt und natürlich den Ausländerbehörden.

Seit dem 2005 beschlossenen Zuwanderungsgesetz ist Integration gesetzliche Aufgabe. Doch zur Praxis ist es ein weiter Weg. In den Trainings werden die MitarbeiterInnen dafür sensibilisiert, alle Bereiche ihres Handelns auch unter interkulturellen Aspekten zu betrachten: Was an dieser Situation hat etwas mit Migration und Kultur zu tun? Und was ließe sich deshalb verbessern? Kommunikation ist ein Schwerpunkt des Programms: Eine Verwaltung, die sich Mühe gibt, verstanden zu werden, ist das Ziel.

Die Fortbildungsangebote seien sehr gut angenommen worden, sagt Gudat. „Die Mitarbeiter haben von ihrer Erfahrung berichtet, wie sie plötzlich die Dinge aus einem völlig anderen Standpunkt betrachtet haben: Aus der Rolle der neu zugewanderten Bürger, die etwas benötigen und von der Verwaltung abhängig sind.“

Für Waldkirch gehe es nun darum, die interkulturelle Kompetenz strukturell zu verankern, stärker mit Migrantenorganisationen zu kooperieren. „Wir müssen das Wissen festigen. Dafür nehmen wir auch gern weitere, professionelle Unterstützung an.“

Projekt veris – Verwaltungen interkulturell stärken:
www.arbeiteninvielfalt.de  

Dieser Beitrag wurde der Publikation "Forum Migration August 2014" entnommen.