Recht auf Bildung

"Bildung ist Menschenrecht!" - unter diesem Motto stand die Abschlusstagung unseres Projektes veris.

Die wichtigsten Inhalte hier  

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Druckfrisch

Wie können Kommunen den Arbeitsmarkt positiv für Migrantinnen und Migranten gestalten? Antworten auf diese Frage gab es auf unserer Tagung Recht auf Arbeit. Die Dokumenation ist soeben erschienen. 

Kostenlose Bestellung und Downloadmöglichkeit gibt es hier

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Schuhe aus!

Wie reagiert ein Helfer, wenn er erst die Schuhe ausziehen soll, bevor er jemanden rettet? Was, wenn der Rettungsdienst kommen soll, der aber den Anrufer nicht versteht?

Interkulturelle Öffnung ist für den Rettungsdienst ein Thema!

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Einwanderung ist die Zukunft

In Waldkirch nördlich von Freiburg leben 21.000 Menschen.Jeder zehnte hat keinen deutschen Pass, jeder fünfte einen Migrationshintergrund. Grund genug sich interkulturell aufzustellen.

Wie? Hier mehr!

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Interessante Ansätze entwickelt

92 verschiedene Nationalitäten leben der Stadt Waldkirch, die idyllisch im Schwarzwald gelegen ist. Grund genug für die Stadtverwaltung, sich mit dem Thema interkulturelle Kompetenz zu beschäftigen. Auf einem Fachgespräch im Rahmen unseres Projektes veris tauschten sich Interessierte über die Möglichkeiten der interkulturellen Öffnung aus.

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Interkulturelle Kommunikation

Wie kann Kommunikation von Verwaltungen interkulturell offen gestaltet werden? Dieser Frage gehen wir in unserer Handreichung nach

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Koordinierte Sprachförderung und Elternbildung: Rucksack in der Grundschule

09.12.2014

„Rucksack in der Grundschule“ ist ein Projekt, das seit Ende der neunziger Jahre in der Stadt Essen konzipiert und von der Katholischen Familienbildungsstätte und der RAA Essen entwickelt wurde: Das sogenannte Rucksack-Projekt, das Interkulturelle Sprachförderung und Elternbildung in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt. 

Als Wegweiser diente ein niederländisches Vorbild, das den deutschen Verhältnissen angepasst wurde. Es trägt dem Umstand Rechnung, dass Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem bereits von Beginn an schwerere Startchancen haben. Daher wurde das Rucksack-Programm zunächst für Kitas in Essen und später für Grundschulen entwickelt.

Das wesentliche Element des Projekts sind wöchentliche Gruppentreffen, die an den Schulen stattfinden und an denen rund 10 bis 15 Mütter mit Migrationshintergrund teilnehmen – angeleitet durch ausgebildete Elternbegleiterinnen. Die Elternbegleiterinnen, die als Honorarkräfte arbeiten, klären zu den Themen Schule und Erziehung umfassend auf – dabei geht es bei Weitem nicht nur um Sprachförderung, sondern auch um wichtige Bereiche wie Verkehrserziehung, Ernährung, Inklusion und Familienalltag.

Das Besondere: Die Begleiterinnen gehören selbst der Migranten-Community an und haben oder hatten selbst Kinder an der jeweiligen Schule. Das Programm wird von der ersten bis zur vierten Klasse angeboten und hat nach Auskunft der Rucksack-Koordinatorin Annegret Naves von der Katholischen Familienbildungsstätte unter anderem dazu beigetragen, dass „zwischen Schule und Elternschaft ein besserer Kontakt entsteht“. Die Schulen bestätigen das: Der Schulalltag sei durch durch das Multiplikatorenprogramm erleichtert worden. Außerdem werden die Mütter gleichzeitig nachhaltig befähigt, für ihre Kinder ein „lernförderndes Umfeld“ zu schaffen. Das Projekt wird ausschließlich durch kommunale Mittel gefördert und befindet sich in Trägerschaft der Katholischen Familienbildungsstätte. Inzwischen findet es auf Grund seiner hohen Akzeptanz auch in zahlreichen Kommunen außerhalb von NRW Anwendung.

Das Rucksack-Projekt zeigt, wie interkulturelle Öffnung bereits in der Kita/Grundschule gelingen kann – weitere Beispiele wurden auf der Tagung „Recht auf Bildung“ am 10. Dezember in Düsseldorf diskutiert. Ein Podcast zur Tagung erscheint in Kürze.