Recht auf Bildung

"Bildung ist Menschenrecht!" - unter diesem Motto stand die Abschlusstagung unseres Projektes veris.

Die wichtigsten Inhalte hier  

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Druckfrisch

Wie können Kommunen den Arbeitsmarkt positiv für Migrantinnen und Migranten gestalten? Antworten auf diese Frage gab es auf unserer Tagung Recht auf Arbeit. Die Dokumenation ist soeben erschienen. 

Kostenlose Bestellung und Downloadmöglichkeit gibt es hier

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Schuhe aus!

Wie reagiert ein Helfer, wenn er erst die Schuhe ausziehen soll, bevor er jemanden rettet? Was, wenn der Rettungsdienst kommen soll, der aber den Anrufer nicht versteht?

Interkulturelle Öffnung ist für den Rettungsdienst ein Thema!

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Einwanderung ist die Zukunft

In Waldkirch nördlich von Freiburg leben 21.000 Menschen.Jeder zehnte hat keinen deutschen Pass, jeder fünfte einen Migrationshintergrund. Grund genug sich interkulturell aufzustellen.

Wie? Hier mehr!

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Interessante Ansätze entwickelt

92 verschiedene Nationalitäten leben der Stadt Waldkirch, die idyllisch im Schwarzwald gelegen ist. Grund genug für die Stadtverwaltung, sich mit dem Thema interkulturelle Kompetenz zu beschäftigen. Auf einem Fachgespräch im Rahmen unseres Projektes veris tauschten sich Interessierte über die Möglichkeiten der interkulturellen Öffnung aus.

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Interkulturelle Kommunikation

Wie kann Kommunikation von Verwaltungen interkulturell offen gestaltet werden? Dieser Frage gehen wir in unserer Handreichung nach

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Zum Abschluss von „veris“: Die Tagung „Recht auf Bildung!“

15.12.2014

Wie kann interkulturelle Öffnung in Bildungseinrichtungen gelingen? Dieser Frage ging die Tagung „Recht auf Bildung!“ am 10. Dezember 2014 im DGB-Bildungszentrum nach.

Die eintägige Veranstaltung fand im Rahmen des von 2012 bis 2014 laufenden XENOS-Projektes „Verwaltungen interkulturell stärken – Potenziale der Vielfalt nutzen“ (veris) statt. Die Tagung sollte für alle Projektbeteiligten einen Abschluss darstellen – und gleichzeitig den Blick schärfen für die Erfordernisse der interkulturellen Öffnung von Bildungseinrichtungen.

„Bildung ist ein Menschenrecht“, das unterstrich Daniel Weber, Leiter des Interkulturellen Kompetenzzentrums des DGB Bildungswerks, zum Eingang der Veranstaltung. In zahlreichen Abkommen, so seine Ausführung, sei das Recht auf Bildung festgeschrieben. Im darauffolgenden Impulsvortrag machte Bildungsforscher Rainer Geißler von der Universität Siegen jedoch deutlich, dass die Bildungssituation von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland nach wie vor verbesserungswürdig ist. Beispielsweise verlassen Jugendliche mit Migrationshintergrund mehr als doppelt so häufig die Schule ohne Abschluss wie deutsche Jugendliche. Geißler begründet diese Bildungsmisere vor allem mit einer stark unterentwickelten Förderkultur in Deutschland und einem sozial selektiven Schulsystem. Dass Schulen sich inzwischen verstärkt dieser Problematik stellen, verdeutlichte Elina Stock von der GEW in ihrem Vortrag. Auf dem Weg zur Interkulturellen Öffnung unterstütze die Gewerkschaft die Schulen unter anderem mit Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte. Gleichzeitig seien die zuständigen Ausschüsse der GEW damit befasst, interkulturelle Konzepte fortzuentwickeln und entsprechende gewerkschaftlicher Positionen herauszuarbeiten.

In der anschließenden Interview-Runde erfuhren die Tagungsteilnehmer, wie sich Interkulturelle Öffnung konkret vor Ort gestaltet. Sabine Beine, Integrationsbeauftragte beim Kreis Lippe, stellte die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums dar. Das seit 2012 bestehende Zentrum habe vor allem im Bereich der Sprachförderung sowie der Interkulturellen Öffnung des Kreises Lippe Substantielles erreichen können. Katrin Rottkamp, Integrationsbeauftragte der Stadt Kassel, erklärte das Transferprojekt „Interkulturelle Netzwerke – Bildungsbeauftragte für junge Menschen“. Im Zentrum dieses Projekts steht die Schulung von ehrenamtlichen Ansprechpartnern in Migrantenorganisationen. Diese sollen innerhalb ihres Netzwerks über den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland informieren – und damit den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Die Arbeit des Programms „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ veranschaulichte Manfred Diekenbrock vom DGB Bildungswerk NRW. An diesem Programm nehmen inzwischen rund 2.000 Schulen teil. Sie alle verpflichten sich, „nachhaltig gegen jegliche Form von Diskriminierung vorzugehen“. An der Universität Duisburg-Essen ist „Chance hoch 2“ angesiedelt, das Programmleiterin Gabriele Spengler vermittelte. Bei dem bundesweit einmaligen Projekt werden Jugendliche aus Nichtakademikerfamilien, mit und ohne Migrationshintergrund, ab der Klassenstufe 9 bis zum Bachelor-Abschluss mit verschiedensten Seminar- und Unterstützungsangeboten sowie Fördergeldern begleitet. Darüber hinaus berichtete Karim Fereidooni, Lehrer an einer Schule in Dorsten, über die Netzwerkarbeit des Projekts „Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“. Seine Botschaft: Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte können wichtige Rollenvorbilder sein und die Öffnung von Schule im interkulturellen Bereich vorantreiben.

Abschließend zog Daniel Weber ein positives Fazit: Das Projekt „veris“ habe in den Kommunen vieles angestoßen und wichtige Prozesse in Gang gesetzt – auf dem Weg hin zu einer vielfältigeren Arbeits- und Lebenswelt in Deutschland.